Fashion, Travel

Spätsommer Tipp

4. November 2017


Der goldene Oktober neigt sich dem Ende zu und obwohl er auch ein paar verregnete Tage für uns übrig hatte, so müssen wir uns ehrlich eingestehen, dass wir einige wirklich warme Tage durch ihn geschenkt bekommen haben. Tatsächlich kletterte die Temperatur nochmal auf über 20 Grad und lud auf sommerliche Outfits und Aktivität im Freien ein. Wir haben die letzte schöne Woche genutzt und einen Kultur Mittwoch veranstaltet.

Was sich jetzt lächerlich anhört ist in Wirklichkeit ein Ritual was mein Freund und ich seit Anfang unserer Beziehung immer wieder kläglich versuchen durchzuziehen. Das ganze kam aus einer Idee heraus nicht immer nur zusammen im Bett Netflix zu schauen, Essen zu gehen oder das Kino unsicher zu machen. Wir wollten uns mit etwas auseinandersetzten was mehr zu bieten hatte als die tägliche Beschallung die man im deutschen Fernsehen zu Gesicht bekommt. So starteten wir ganz Motiviert mit einigen Museen und Ausstellungen und wollten zumindest einmal im Monat, zuletzt ein Mittwoch, etwas machen wofür man die Couch verlassen musste.

Da mein Freund leidenschaftlich gerne die Wälder unsicher macht und es liebt zu wandern, gehörte das ebenfalls dazu. Obwohl ich eher so der Spaziergängertyp und nicht der ich-erklimme-berge Mensch bin, war ich ganz fleißig und bin im Urlaub schon mit ihm wandern gegangen. Das Rheinland bietet wunderschöne kleine ‘Gebirge’ wo man auch als Laufanfänger ohne Probleme wandern gehen kann (dachte ich zumindest). So haben wir letztes Jahr schon den Laacher See unsicher gemacht, was für mich als Spaziergängertyp genau das richtige ist. Die Strecke kann sich aber nach 3 Knie Operationen unglaublich ziehen).

Manchmal möchte man Menschen ja etwas gutes tun. Und genau deswegen habe ich Dienstags meinem Freund vorgeschlagen den Drachenfels zu besteigen. Jeder der in der Nähe von Bonn und Umgebung wohnt war bestimmt schonmal auf dem Drachenfels oder erinnert sich an seine frühste Kindheit wo man mit den Eltern Sonntagsausflüge veranstaltet hat. Ich war zuletzt vor circa 5 Jahren auf dem Drachenfels, hab jedoch den leichteren ‘Weg’ nach oben genommen.

Der Drachenfels ist mit seinen knapp 321 M eine kleine Quellkuppe und wirklich schnell abgearbeitet. Der Fußmarsch nach oben dauert knappe 30-45 Minuten, je nach Geschwindigkeit. Zur Zeit ist ein Teil des Weges gesperrt, da sich wohl einige Steine selbstständig machen könnten, und man läuft einen kleinen Umweg. Gerade der Anfang vom Drachenfels ist ziemlich steil und man kann schnell mal außer Puste kommen wenn man überschwänglich und euphorisch schnell hinauf möchte. Da liegt auf jeden Fall in der Ruhe die Kraft. Auf dem Weg nach oben gibt es immer wieder die Möglichkeit einzukehren und eine kleine Pause zu machen. Ob in einem Restaurant oder in der Nibelungenhalle.

Gerade für kleinere Kinder bietet sich die Nibelungenhalle an. Dort wird einiges über die Nibelungensagen erzählt und abschließend wird man durch einen Gang zu einem Weiher geführt an dem ein langer Steindrache liegt. Dies soll nämlich genau die Stelle sein, an der Siegfried ihn getötet hat und durch das baden in seinem Blut unsterblich wurde. (Hand aufs Herz, wer erinnert sich noch an die Geschichte?)

Ebenfalls auf dem Weg liegt das Schloss Drachenfels was man sich auch gut von außen ansehen kann. Das Anwesen wurde erst 1882 dort gebaut und ahnt einem Gotischem Schloss in seiner Außenbauweise nach. Es ist wirklich wunderschön und passt ganz perfekt in die Kulisse des Drachenfels.

Wem der Aufstieg zu anstrengend ist kann tatsächlich mit einer Zahnradbahn auf den Drachenfels hinauf. Es gibt sogar am Schloss eine Zwischenhaltestelle von der man den Rest ganz einfach erreichen kann. Circa 10 Minuten von dort aus ist man nämlich schon oben an der Ruine der Burg Drachenfels. Dort wartet ein Plateau mit einer wirklich sagenhaften Aussicht. Von dort oben erblickt man das Rheinland. (Und wenn man Glück hat und es nicht ganz so diesig ist, sieht man sogar den Kölner Dom) Hier kann man auch ganz wunderbar Essen und mit leckeren Waffeln die unglaubliche Aussicht genießen.

Noch weiter oben ist dann aber auch schon Schluss. Die letzten Steine der Burg Drachenfels sind noch zu sehen und man kann die Größe von damals nur noch erahnen. Nur noch eine letzte Fenstermauer ist erkennbar, mit dem ‘Kölner Fenster’. Der Rückweg geht auch hier schneller als der Hinweg und war auch für mich als Kniegeschädigte schaffbar.

Früher als ich noch kleiner war konnten Kinder den Drachenfels auf einem Eselsrücken erklimmen. Da jedoch ein Teil des Eselweges gesperrt ist, fällt dieses Kinderbespaßung jedoch zur Zeit aus.

Ich habe natürlich die Chance genutzt und mit meinem Freund Fotos in diesem wunderschönen Licht gemacht. Obwohl es wirklich warm war konnte ich nicht auf mein Flanellhemd verzichten.

 

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