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Raw Iced Blueberry Cheesecake l vegan

25. August 2017

 

Ich bin gestern endlich 24 Jahre alt geworden. Leider musste ich den ganzen Tag arbeiten und kam erst spät nach hause. Eigentlich zelebriere ich meinen Geburtstag ganz groß und feiere eine Geburtstagswoche. Schon Monate vorher fange ich an zu planen für den einen Abend. Dieses Jahr wurde aber doch alles etwas anderes. Nicht nur ich, sondern auch mein Freund musste arbeiten und so fiel mein Geburtstag dieses Jahr ganz ganz klein aus. Trotzdem möchte ich euch natürlich an etwas teil haben lassen. Meinem Geburtstagskuchen.

Der ist nämlich neben der Gästeauswahl fast mit am wichtigsten für mich. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und Essen ist einfach so wichtig für mich, dass auch der wirklich wirklich gut sein muss! Wie bei Deko, Gäste und Aktivitäten geht es an meinem Geburtstag genau darum, was ich am liebsten mag und mache. So natürlich auch beim Kuchen und schnell war mir klar das ich noch nicht den perfekten Kuchen in veganer Variante kenne. Ich begann also die letzten Wochen zu testen und zu überlegen was mag ich und in welcher Variante ich es ‚backen‘ könnte, sodass ich und meine Gäste den Unterschied zwischen Vegan und nicht vegan vielleicht gar nicht bemerken.

Mein Lieblingsobst sind Blaubeeren. Ob im Frühstück, im Nachtisch oder als Snack zwischendurch ich hatte diesen Sommer einen enormen Verbrauch an Blaubeeren. Im Kuchen habe ich die kleinen Beeren jedoch noch nicht verarbeitet, aber ich bin großer Fan von Blaubeerpfannkuchen (wie ihr meinem Instagram Profil entnehmen könnt). Dementsprechend war schnell klar das ich einen Blueberry Cheese Cake machen möchte. Bei Pinterest kann man sich ganz viel Inspiration holen wie man verschiedene Dinge in veganer Variante zaubern kann und dann ist das ganze ein bisschen wie mit Bauklötzen spielen.

Ich habe mich also hingesetzt, ausprobiert und für mich die beste Variante entwickelt die ich heute mit euch teilen möchte. Heute gibt es hier also einen Raw Iced Blueberry Cheesecake in veganer Variante. Raw zum einen, weil ich es hasse vor dem Backofen auf den Kuchen zu warten und ihn die ganze Zeit beobachten zu müssen, zum anderen bin ich ein riesen Fan von krümeligen Keksböden! Mit Keksen wird es als Veganer natürlich auch etwas schwierig, und so griff ich nach Alternativen.

Den Kuchen mag ich am liebsten wenn der noch kalt serviert wird und man ihn circa 30 Minuten vor Verzehr aus dem Froster holt. Perfekt für einen Geburtstag im Spätsommer, also quasi wie für meinen Geburtstag gemacht. Die Zutaten sind jetzt nicht in jedem Haushalt vorhanden, aber für den Geburtstag darf es doch gerne auch mal etwas besonderes sein, oder? Ihr werdet auf jeden Fall in jedem gut sortierten Supermarkt fündig und könnt ohne Probleme alles bei einem Einkauf mitnehmen ohne lange durch die Stadt zu laufen und zu suchen.

Der Kuchen ist in 3 Schichten aufgebaut. Zum einen ein dunkler Krümelboden, eine helle Cremeschicht und darüber eine Blaubeerschicht. In der Variante fand ich den Kuchen einfach am leckersten. Solltet ihr den Kuchen nachbacken braucht ihr folgende Dinge:

Dunkler Boden:

100g Mandeln (ungeschält)

50g Haselnüsse

50g Kokosflocken

1 El Honig

4 El Kakao (kein Backkakao)

2 El Kokosöl

Zunächst müsst ihr die Mandeln zusammen mit den Haselnüssen und den Kokosflocken zu Mehl mahlen. Dazu habe ich einfach eine einfache Küchenmaschine genutzt und alles kleingehexelt. Hier müsst ihr kein feines Mehl zaubern sondern ein schöner krümeliger Boden soll entstehen. Danach gebe ich Honig, Kokosöl und Kakao einfach hinzu. Ich habe zunächst versucht das ganze mit Backkakao zu machen, dabei wurde mein Teig jedoch etwas bitter. Ich empfehle euch also ganz normalen gesüßten Kakao wenn ihr es süßer mögt. Das ganze wird dann solange vermischt bis eine bröselige Creme entsteht. Die habe ich dann in meine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform gefüllt und mit einem Löffel fest auf den Boden gedrückt. Danach wanderte das ganze das erste Mal in den Froster.

Die zweite Schicht sollte einen farblicher Kontrast zu den anderen sein, denn das Auge isst ja bekanntlich mit und der Kuchen soll auch toll aussehen wenn man sich schon so viel Mühe gibt und den Tisch schön herrichtet für die Gäste. Die Zweite und oberste Schicht ist quasi die Gleiche. Ich habe also eine Grundschicht hergestellt, in 2 Teile geteilt und danach unterschiedlich weiterbehandelt. Für die Grundschicht braucht ihr:

200g Cashews

50g Mandeln

100ml Mandelmilch

3 El Kokosöl

3 El Honig

2 El Zucker

Vanille

 

Die Cashews und die Mandeln habe ich einen Abend zuvor in Wasser eingelegt, sodass sie über Nacht gut quellen konnten. Dazu habe ich sie einfach über Nacht in genügend Wasser auf den Herd gestellt und ihnen quasi keine Beachtung geschenkt. Am nächsten Tag habe ich sie abgesiebt und das ganze in den Mixer gegeben und quasi ein Nusspürree hergestellt. Nach und nach habe ich Mandelmilch (hier empfehle ich euch auch wieder eine süßere Variante und empfehle euch nicht die Mandelmilch aus gerösteten Mandeln sondern die leicht mit Vanille gesüßte), Kokosöl, Honig, Zucker und Vanille hinzugegeben.

Mit diesen Zutaten steht quasi schon das Grundrezept. Die Masse habe ich im Mixer schön cremig rühren lassen und dann in 2 Portionen geteilt. Die helle Creme ist quasi schon fertig. Sie kann nun direkt auf den Boden welcher im Froster wartet verteilt werden. Hier könnt ihr je nachdem wie ihr wollt mit Zitrone oder Ahornsirup noch etwas besonderes hinzufügen. Danach wandert der Kuchen erneuert in den Froster bis die dritte Schicht fertig ist.

Bei der restlichen Creme füge ich 200g Blaubeeren hinzu und mixe alles gut durch. Auch hier könnt ihr nochmal extra mit Ahornsirup oder ähnlichem süßen wenn ihr das möchtet. Die letzte Schicht wird dann auf den Kuchen aufgetragen, verstrichen und zum guten Schluss habe ich ein paar Heidelbeeren zum garnieren genutzt. Den Kuchen habe ich dann 2 Stunden lang im Froster richtig durchkühlen lassen und hole ihn 30 Minuten vor Verzehr aus dem Kühler. Dann hat er für mich die perfekte Konsistenz um direkt gegessen werden zu können. Er ist dann zwar noch kalt aber perfekt für einen Sommergeburtstag.

Wie ihr seht ist der Kuchen auch ganz gut anzusehen und ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich sowas nach mehrfachem probieren dann doch hinbekommen habe.

 

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