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Wie ich Maßschneiderin wurde

7. Oktober 2017

 

Wusstet ihr eigentlich das ich Maßschneiderin bin?

Vor einiger Zeit habe ich meine Ausbildung zur Maßschneiderin erfolgreich beendet und darf dadurch auf 3 Jahr Ausbildungszeit im schönen Bonn zurück blicken. Die drei Jahre waren aufregend, turbulent und ab und an wirklich kräfteraubend.

Zu mir selbst muss ich ehrlich zugeben, dass ich eigentlich immer semikreativ war. Natürlich habe ich früher gerne gemalt und gezeichnet und meine Liebe zu Kunst war schon sehr früh geweckt. Aber so richtig kreativ? War ich glaube ich doch nie. Man bekommt halt meistens etwas vorgelegt woran man sich orientieren kann, aber mit Textilien habe ich immer gerne gewerkelt. Nach meinem Fachabi habe ich zunächst eine anderen Ausbildung begonnen, jedoch relativ schnell festgestellt das dieser Job so gar nicht mein Fall ist. Ich hab mich in meiner Kreativität (ja richtig gelesen. Und wenn man sich als umkreativer Mensch in seiner Kreativität eingeschlossen fühlt heißt das schon was) und in meiner Persönlichkeit einfach sehr eingeschossen gefühlt. Nach einigen Jahren wagte ich dann den Sprung und bewarb mich für eine Stelle als Maßschneiderin.

Die Ausblidungsstellen zur Maßschneiderin sind wirklich rar. Noch schlimmer sehen die Stellen nach der Ausbildung aus und vom Geld fange ich gar nicht erst an. Aber einen Job nur des Geldes wegen hat für mich nicht funktioniert. Ich hatte wirklich Glück was meine Bewerbung anging. Viel zu spät, in einer Nacht und Nebelaktion habe ich mich dann Hals über Kopf beworben, durfte Probearbeiten und prompt bekam ich tatsächlich die Stelle. Tja. Drei Jahre später hab ich dann tatsächlich meinen Gesellenbrief in der Hand und habe meinen Job wirklich lieben gelernt. Natürlich ist es nicht unbedingt einfach in einer Welt wo der Do It Yourself Mark so überrannt ist wie nie zuvor.

 

Mit der Beendigung der Ausbildung habe ich nicht nur meine Ausbildungsstätte verabschiedet, sondern auch meine regelmäßigen Köln besuche. Die letzten 5 1/2 Jahre bin ich hier zur Schule gegangen, habe hier neue Freunde gefunden, alte Freunde wiedergetroffen, gefeiert, mir sehr wenige Nächte um die Ohren gehauen, im Park gesessen, am Rhein entspannt, den Zoo besucht und öfter mal durch die Innenstadt spaziert. Der Neumarkt war teilweise gefühlt meine zweite Heimat und doch habe ich mich noch nirgendwo anders als in Köln so fremd und zuhause  zugleich gefühlt.

Ich und Köln, wir haben wirklich eine merkwürdige Verbindung zueinander. Die Fotos zum Beispiel wurden in Ehrenfeld gemacht. An einem tollen Tag im Juli, als ich mal wieder meine Nähmädels traf und mit ihnen Köln unsicher machte. Auf der Suche nach tollen Lichtverhältnissen sind wir auf diese Wand aufmerksam geworden. Noch toller würde das Ganze aussehen, wenn man keine weiße Bluse anhätte, sondern eventuell etwas schwarzes. Svenja und Lena haben es vorgemacht und gezeigt wie toll Kontraste sein können.

Ich für meinen Teil kehre Köln nicht ganz den Rücken. Zum Glück ist man von Bonn aus recht schnell in der großen Stadt. Meine neue Arbeitsstätte ist ganz in der Nähe auf der halben Strecke und außerdem wohnen dort die ein oder andere Freundin deren Gesellschaft ich wirklich zu schätzen weiß. Außerdem kann man dort wunderbar Fotos machen. So tolle Häuserwände haben wir in Bonn nicht.

 

 

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